17/03/2025 0 Kommentare
Stolperschwelle für Zwangsarbeiterinnen in Siemensstadt verlegt
Stolperschwelle für Zwangsarbeiterinnen in Siemensstadt verlegt
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Stolperschwelle für Zwangsarbeiterinnen in Siemensstadt verlegt
Am Nachmittag des 10. März 2025 haben Gemeindemitglieder und Nachbarn aus Siemensstadt, in Anwesenheit von Bezirksbürgermeister Frank Bewig, Vertretern der Siemens AG und Superintendent Florian Kunz an 40 Frauen erinnert, die von 1940 bis 1945 als Zwangsarbeiterinnen in den Werken der Siemens Halske AG arbeiten mussten. Sie waren im Gemeindesaal der Christophoruskirche untergebracht, weswegen die Stolperschwelle vor diesem Gebäude verlegt wurde. Ihre Namen sind unbekannt, aber dass sie aus der heutigen Ukraine, dem heutigen Belgien, Kroatien, Dänemark und den Niederlanden stammten, ist belegt.
Eine Stolperschwelle (das größere Pendant zum Stolperstein), welche der Künstler Gunter Demnig zwei Tage zuvor verlegt hatte, macht sichtbar, das die Frauen in der Nachbarschaft lebten und mahnt: Nie wieder ist jetzt!
Superintendent Kunz würdigte in seinem Grußwort die AG Stolperschwelle der Kirchengemeinde um die beiden Pfarrerinnen im Ruhestand Constanze Kraft und Christine Pohl, die sich mit großem Engagement für die Verlegung der Schwelle eingesetzt hatten und zur Lebenssituation der Frauen recherchierten.
Im Anschluss an die Gedenkfeier fand noch ein gemeinsames Innehalten im Gemeindesaal statt. Daran schloss sich die gut besuchte Abendandacht im Vorraum der Kirche an, die ebenfalls ganz im Zeichen des Gedenkens stand.
Superintendent Florian Kunz
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