02/07/2024 0 Kommentare
Vandalismus an Stolperstein
Vandalismus an Stolperstein
# Erinnerungskultur

Vandalismus an Stolperstein
Ein Stolperstein für die Jüdin Lore Pieck, der vor dem Haus Lindenufer 29 am Rande der Spandauer Altstadt liegt, wurde beschädigt. Die Messingplatte des Stolpersteins wurde gewaltsam nach oben gebogen. Zum Glück blieben die weiteren drei Stolpersteine für die Familie Pieck unversehrt. Es wird angenommen, dass der oder die Täter gestört wurden, was weiteren Schaden verhinderte.
Die Putzpaten, die in dem Gebäude wohnen, meldeten den Vorfall. Uwe Hofschläger von der Jugendgeschichtswerkstatt Spandau begutachtete den Schaden vor Ort, machte Fotos und drückte die angehobene Messingplatte so gut wie möglich wieder nach unten. Eine Anzeige wurde erstattet und Hofschläger bemüht sich nun darum, einen neuen Stolperstein zu beschaffen.
Die betroffenen Stolpersteine liegen nicht weit vom Spandauer Mahnmal entfernt, das jedoch unbeschädigt blieb.
Kommende Stolpersteinverlegungen
Trotz dieses bedauerlichen Vorfalls setzen wir unsere Arbeit fort. In diesem Jahr werden weitere Stolpersteine verlegt:
- Freitag, 14. Juni 2024, 16 Uhr in der Wilhelmstadt:
Für Johanna und Frieda Lehmann, Mór Porgé und Theodor Stenschewski, Metzer Str. 4
- Freitag, 12. Juli 2024, 17 Uhr in Kladow:
Für Wilhelm, Dorothea und Marian Becker, Waldallee 47
Kommen Sie gern dazu und helfen Sie mit, die Erinnerung an die ermordeten jüdischen Spandauerinnen und Spandauer wachzuhalten.
Gudrun O´Daniel-Elmen, Erinnerungsbeauftragte des Kirchenkreises
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