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Ausstellung - Letzter Blick auf die Dallglasfesterwand der Zuversichtskirche in Staaken

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Ausstellung - Letzter Blick auf die Dallglasfesterwand der Zuversichtskirche in Staaken


Datum Montag, 5. Juli 2021, 10:00 - 16:00 Uhr
Standort Ev. Zuversichtskirche, Brunsbütteler Damm 312, 13591 Berlin
Ausstellung - Letzter Blick auf die Dallglasfesterwand der Zuversichtskirche in Staaken

Letzter Blick auf die Dallglasfesterwand vor Abriss der Zuversichtskirche in Staaken

Ausstellung und Dokumentarfilm: vom 28. Juni bis zum 18. Juli 2021 jeweils am Montag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 16 Uhr

Die große Dallglasfesterwand von Alfred Roß wurde 1964 fertig gestellt. In diesem Sommer wird sie mit der Kirche in Berlin Staaken, die nach Entwürfen des Architekten Wolfgang Vogt errichtet wurde, abgerissen.

Architekt und Künstler haben in enger Zusammenarbeit viele moderne Kirchen entworfen und ausgestattet, insbeondere in ihrem gemeinsamen Wohnort in Kiel und Schleswig-Holstein. Dort wurden Film und Ausstellung mit Kirchenfensterentwürfen bereits in mehreren Kirchen gezeigt.

Die Vernissage findet mit einer Einführung am 26.6.2021 ab 17 Uhr statt. Nach einer Einführung der Tochter Dr. Anja Roß wird ab 18 Uhr ihr Dokumentarfilm "Wege am Wasser" über Leben und Werk des Künstlerpaares gezeigt. Bekannt wurde der Künstler Alfred Roß gemeinsam mit seiner Frau Dagmar Schulze-Roß während der Phase des Wiederaufbaus in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg: Sie gestalteten farbige Fenster in Rathäusern, Schulen und Kirchen.

Die Ausstellung zeigt den Originalentwurf zum Staakener Fenster und weitere Kirchenfensterentwürfe in 1m x 2m großen Faksimiles (Fotos: Dr. Imke Lüders). Der Film stellt ergänzend den Prozess vom Künstler-Entwurf zum ausgeführten Fenster dar: Bei einer Restaurierung erläutert der Kunstglasmaler Bernhard Lörs in Glückstadt das Entstehen einer Bleiverglasung. In letzten Interviews, die Anja Roß für den Film mit ihrer Mutter Dagmar-Schulze-Roß kurz vor deren Tod 2012 führte, erzählt die Künstlerin von prägenden Erlebnissen ihres Lebens: von ihrer Kindheit im Nationalsozialismus, von ihren Erlebnissen im Krieg und ihrem Studium an der Muthesius-Werkschule in Kiel nach Kriegsende. Als Dagmar Schulze zu Prof. Willi Baumeister nach Stuttgart wechselt, lernt sie ihren späteren Mann Alfred Roß kennen. Nach einem gemeinsamen Besuch der Kathedrale von Chartres werden die beiden Künstler angetrieben von der Faszination des farbigen Glases: Ihrer Inspirationsquelle für fast fünfzig baugebundene Aufträge.

Die Ausstellung wird vom Landeskirchenamt Nordkirche und von der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein gefördert. Die Sparkassenstiftung hatte bereits – zusammen mit der Filmförderung Hamburg und Schleswig-Holstein – im Jahre 2017 den Dokumentarfilm „Wege am Wasser“ (DVD) unterstützt. Ausstellung und Film geben nicht nur einen Einblick in die Entwicklung der Malerei und der Kunst am Bau dieses Künstlerpaares. Sie schlagen darüber hinaus ein weitgehend unbearbeitetes Kapitel in der Kunstgeschichte zu „Glasfenstern in Kirchen“ auf und sind zugleich ein Stück Zeitgeschichte.